Selektion U23 Duathlon WM Standartdistanz

 

Nachdem ich dachte, dass die Duathlonsaison mit dem Rennen in Zofingen vorbei war, erhielt ich die erfreuliche Nachricht vom Nationalcoach, dass ich für die U23 Duathlon WM selektioniert wurde. Somit geht es für mich mit der Nationalmannschaft Anfangs November nach Aviles (Spanien). Das Männerrennen findet am 06. November um 16:00 Uhr statt und geht über 10 - 40 - 5 km. 

 
Ich freue mich sehr über die Selektion und die damit verbundene Chance erste internationale Erfahrungen zu machen! 
Nun gilt es nochmals sechs Wochen gut zu trainieren um mit einer Topform am Start zu stehen. 

 

Weitere Informationen gibt es unter: https://aviles.triathlon.org/

 

 


Blüemlisalp Louf - gutes Trainingsrennen 

 

Eine Woche nach dem Powerman in Zofingen startete ich am Blüemlisalp Louf. Dieser führt von Reichenbach im Kandertal via Keintal auf die Griesalp. Die Strecke ist 16 Kilometer lang und beinhaltet rund 800 Höhenmeter. 
Die Tage nach dem Powerman ging ich sehr entspannt an. Ich absolvierte auf dem Rad ein paar ruhige Einheiten und vertrat mir die Beine bei ein paar lockeren Dauerläufen. Ganz erholt war ich trotzdem nicht, als um 10:15 der Startschuss erklang.
Trotz den müden Beine wollte ich ein aktives und schnelles Rennen absolvieren. Im ersten Anstieg nach rund zwei Kilometer fand ich mich in der ersten Verfolgergruppe wieder. Die Gruppe war 4-Mann stark und harmonierte lange sehr gut. Kurz vor dem sehr steilen Anstieg nach Kiental gelang es mir die Gruppe zu sprengen und mich abzusetzen. Leider konnte ich die Pace nicht halten und wurde von zwei Läufern wieder eingeholt. Kurz vor dem letzten Anstieg vom "Tschingelsee" auf die Griesalp konnte sich ein Läufer aus unserer Gruppe absetzten und einen Vorsprung von rund 30 Sekunden herauslaufen. Ich versuchte gleich zu Beginn der Schlusssteigung zu attackieren und den 5. Platz zu sichern. Die angestrebte Pace konnte ich zwar nicht durchziehen, jedoch konnte ich mich auf dem 5. Platz behaupten und erreichte das Ziel nach 1h12min23sek. Dies reichte Overall für den bereits erwähnten 5. Platz und in der Kategorie für den 4. Platz. 


Powerman Zofingen - mein Lieblingsrennen 

 

Nachdem ich Anfangs September einen Leistungstest beim Nationalcoach Cameron Lamont absolvierte, welcher mich nicht sehr zufrieden stellte hatte ich an der Schweizer Meisterschaft in Zug über die Standart Distanz (10 - 40 - 5 km) einen sehr schlechten Tag erwischt. Geplagt von Krämpfen und schlechten Beinen auf dem Rad konnte ich meine Form nicht unter Beweis stellen. Entsprechend hungrig auf Revanche war ich eine Woche später in Zofingen. Die hüglige Strecke (Distanz 10 - 50 - 5 km), sowie das  Ambiente in Zofingen mag ich sehr! Bereits am Anfang der Woche wurde sehr garstiges und kaltes Wetter für den Wettkampftag gemeldet. 
Am Start war es noch trocken, doch bereits nach 5km begann es zu regnen. Ich lief von Anfang an eine sehr hohe Pace und bewegte mich erneut nah am Leistungsmaximum. Durch einen starken ersten Run konnte ich auf dem dritten Platz Overall auf das Rad wechseln. Dort schlug ich sofort einen hohen Rhythmus an, konnte den 2. Platzierten abschütteln und versuchte die Lücke nach vorne zu schliessen. Leider gelang mir dies nicht, im Gegenteil, von hinten wurde ich von zwei sehr starken Fahrradfahrern überholt. Ich liess mich jedoch nicht beirren und fuhr weiter meinen Rhythmus. In den Abfahrten wurde es richtig kalt und ich war froh das ich nach rund 80 Minuten vom Rad steigen konnte. Der zweite Run war brutal steil, anspruchsvoll und hart. Die Lücke nach vorne konnte ich leider nicht mehr schliessen. Somit lief ich als 4. Overall über die Ziellinie. Mit dem Resultat bin ich super zufrieden! Ich konnte nochmals zeigen, dass ich mich in einer guten Form befinde und auch mit schlechten Bedingungen zurecht komme. 


Uri Duathlon - Schweizermeisterschaft Sprintdistanz 

 

Letzten Sonntag stand endlich der erste Duathlon der Saison an. Es ging nach Seedorf, ins schöne Urnerland. Dort wurde die Schweizermeisterschaft über die Sprintdistanz (5 - 20 - 2.5 km) ausgetragen. Das Training lief nach meiner Zwangspause sehr gut und ich stand mit einem guten Gefühl an der Startlinie. 
Der erste Run war erwartungsgemäss sehr schnell und nahe am Leistungslimit. Ich fand einen guten Rhythmus in einer 4er-Gruppe und wechselte nach rund 16Min30sek auf das Rad. Dort wurden die Regeln bezüglich des Windschattenfahrens leider nicht immer eingehalten. Es bildete sich eine grössere Gruppe, welcher ich auch mit grossem Aufwand nicht entwischen konnte. Nach rund 10 Kilometer entschied ich mich deshalb dazu, die Beine für den zweiten Run zu schonen. Nach ein wenig mehr als 30 Minuten wechselte ich leider nicht optimal und verlor den Anschluss an die Spitze meiner Gruppe. Ich kämpfte mich durch die 2.5km und erreichte das Ziel schlussendlich als vierter in meiner Kategorie (M20-24). Damit bin ich grundsätzlich zufrieden. Jedoch wäre mit einem besseren zweiten Wechsel der Sprung auf das Podest möglich gewesen. 


Wiedereinstieg ins Training

 

Aufgrund eines gesundheitlichen Problems musste ich kurz nach dem Zeitfahren im Krauchtal eine leichte Pause vom Training nehmen. Diese wurde durch meine Semesterprüfungen ein wenig verlängert. Solche Trainingsunterbrüche sind nie wünschenswert und meist ungemütlich. Jedoch weiss ich, dass die Entwicklung als Athlet nicht nur linear nach oben geht.  Nun sind alle Prüfungen vorbei, ich fühle mich wieder fit und bin motiviert anzugreifen. 
Seit letztem Montag befinde ich mich wieder im Aufbautraining hinsichtlich der Schweizer Meisterschaft vom 15. August in Uri. 
Ich setzte alles daran an diesem Tag in der besten Form an der Startlinie zu stehen und ein gutes Ergebnis zu erzielen! 


Zeitfahren Krauchtal

 

Am Sonntag dem 2. Mai stand endlich wieder einmal ein offizieller Wettkampf auf dem Programm. Ein Zeitfahren über 17.5 Kilometer im Krauchtal (Boll). Der erste Teil der Strecke ist meist flach, der zweite Teil dann steigend mit Rampen bis zu knapp 10%. 
Mein Ziel war es meine gute Radform zu bestätigen und mit dem neuen Zeitfahrrad ein erstes gutes Wettkampfgefühl zu gewinnen. 
Beim Einfahren regnete es noch leicht, allerdings konnte ich dann bei trockenen Bedingungen starten. Das Gefühl war während des ganzen Rennens ziemlich gut und ich konnte Druck auf die Pedale ausüben. Nach gut 28 Minuten erreichte ich das Ziel. Damit platzierte ich mich in meiner Kategorie auf dem dritten Platz. 


Testwoche März/April

 

Nach einem intensiven und qualitativ gutem Winter stand Ende März resp. Anfangs April eine Testwoche an. Am Dienstag absolvierte ich auf dem Rad den PPD-Test. Dieser läuft wie folgt ab:
- 20 Sek All-Out Sprint

- 3min All-Out

- 6min All-Out

- 12min All-Out

Den Test absolvierte ich auf dem Strassenrad an drei verschiedenen Steigungen. Anhand der Watt- und Pulsdaten konnte mein Trainer anschliessend die Ergebnisse auswerten. Durch das Programm erhielten wir genaue Angaben, wie hoch meine Vo2Max (maximale Sauerstoffaufnahme), meine VLamax (Laktatbildungsrate) und meine Schwelle ist. Obwohl ich mich während des ganzen Tests nicht sehr gut fühlte und nicht die Wattwerte fuhr, welche ich mir vorstellte, ist das Ergebnis sehr befriedigend! Mit nur 6 Stunden Radtraining pro Woche habe ich Werte erzielt, mit denen ich mit einigen Radfahrern ohne Problem mithalten kann. Wieder einmal gilt also: Qualität vor Quantität. 


Drei Tage nach dem PPD-Test ging es auf die 400m-Bahn im Lachenstadion in Thun. Dort drehte ich 12.5 Runden (=5km). Drei Kilometer lang pacte mich mein Trainer, was mir sehr halft, da ich dadurch meine Kräfte richtig einsetzen konnte. Zum Schluss reichte es für eine Endzeit von 16 Minuten 46 Sekunden. Formmässig bin ich sicherlich  noch nicht auf dem Höhepunkt, jedoch zeigt dieser 5km-Lauf, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde.